2025 stehen FMCG-Einkaufsteams unter enormem Druck. Verpackungen machen häufig 10 - 40 % des Produktverkaufspreises aus gleichzeitig steigen Rohstoffpreise, Energie- und Arbeitskosten weiter an. Mit der PPWR, die ab August 2026 gilt, kommen zusätzliche Compliance- und Dokumentationskosten hinzu. Für Unternehmen mit über 1.000 Verpackungsartikeln ist eine strategische Verpackungskostenoptimierung daher längst überlebenswichtig.
Schon heute zeigt sich der Effekt: Steigen die Verpackungskosten eines Produkts, bei dem die Verpackung 15 % des Verkaufspreises ausmacht, um 20 %, sinkt die Marge um 3 Prozentpunkte, oft der Unterschied zwischen Gewinn und Verlust.
Die fünf versteckten Kostentreiber in der FMCG-Verpackung
- Setup- und Rüstkosten: Maschinenstillstände, Ausschuss und Mindestmengen erhöhen die Stückkosten erheblich.
- Volatile Material- und Compliance-Kosten: Schwankende Papier-, Kunststoff- und Aluminiumpreise sowie künftige Rezyklat- und Recyclingpflichten.
- Ineffiziente Lieferantenprozesse: Excel-basierte Kommunikation verursacht Verzögerungen, Fehler und hohe Personalkosten.
- Unvollständige Spezifikationen: Veraltete Daten und fehlende Zertifikate führen zu Reklamationen, Nacharbeiten und Produktionsausfällen.
- Zersplitterte Portfolios: Zu viele Formate verhindern Volumenvorteile und treiben Lagerkosten.
Strategische Hebel für Procurement Manager
- Spend-Aggregation: Ähnliche Verpackungstypen bündeln, um Einkaufsmacht und Skaleneffekte zu erhöhen.
- Lieferantenbewertung nach TCO: Nicht nur den Stückpreis betrachten - Qualität, Rüstkosten, Logistik und PPWR-Fähigkeit einbeziehen.
- Nachfrageprognosen verbessern: Reduziert Eilbestellungen, Überbestände und unnötige Kosten.
- Daten digitalisieren: Eine zentrale, saubere Datenbasis für Spezifikationen, Zertifikate und Preise schafft Transparenz und verhindert Fehler.
Die Roadmap für 2026
- Baseline schaffen: Alle Verpackungsartikel, Kosten, Lieferanten und Compliance-Infos erfassen.
- Priorisieren: Kategorien mit hohem Volumen und großem Einsparpotenzial zuerst angehen.
- TCO-Sourcing durchführen: Datenbasierte Ausschreibungen statt reiner Preisvergleiche.
- PPWR früh integrieren: Recyclatquoten, Konformitätsdokumente und digitale Kennzeichnung bereits jetzt vertraglich fixieren.
- KPIs monitoren: Cost per Unit, Lieferantenleistung, Rüstkostenreduktion, Forecast Accuracy.
Wer 2025 gezielt investiert in digitale Daten, klare KPIs und strategische Lieferantenpartnerschaften senkt nicht nur Kosten, sondern schafft gleichzeitig PPWR-Readiness als echten Wettbewerbsvorteil.
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