Mit der Durchsetzung der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) ab dem 12. August 2026 stehen Marken und Hersteller vor einer zentralen Herausforderung: Wie lässt sich dauerhaft und nachvollziehbar nachweisen, dass Verpackungen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen?
PPWR-Compliance bedeutet mehr als gute Absichten. Sie erfordert Struktur, saubere Daten und klar definierte Prozesse.
Schritt 1: Wissen, was bewertet werden muss
Der erste Schritt ist Transparenz. Erfassen Sie alle Verpackungsarten, die Sie einsetzen von Primärverpackungen über Umkartons bis hin zu Transport- und E-Commerce-Verpackungen. Eine sinnvolle Gruppierung nach Material, Format und Verwendungszweck schafft Übersicht und verhindert spätere Lücken bei der Ausstellung von PPWR-Konformitätserklärungen (DoCs).
Schritt 2: Spezifikationen zentral bündeln
Die eigentliche Arbeit steckt nicht in der Konformitätserklärung selbst, sondern in den Daten dahinter. Dazu gehören Materialspezifikationen, Lieferantenerklärungen, technische Zeichnungen, Stücklisten sowie Prüf- oder Recyclingnachweise. Werden diese Informationen zentral und digital gepflegt, lassen sie sich leichter aktualisieren, sobald sich Verpackungen ändern.
Schritt 3: Konformität bewerten und belegen
Für jede Verpackungsgruppe muss geprüft werden, ob die PPWR-Anforderungen erfüllt sind - in Bezug auf Recyclingfähigkeit, Materialminimierung und zulässige Verpackungsformate. Entscheidend ist dabei nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Dokumentation der Bewertungsmethode. Diese bildet den Kern der technischen Unterlagen.
Schritt 4: Die Konformitätserklärung erstellen
Die EU-Konformitätserklärung nach PPWR ist ein formelles Rechtsdokument. Sie enthält eine eindeutige Identifikation der Verpackung, Angaben zum Hersteller, Verweise auf die geltenden Vorschriften sowie die zugrunde liegenden Nachweise. Vollständigkeit und Rückverfolgbarkeit sind hier entscheidend.
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Schritt 5: Dokumentation langfristig pflegen
Pro Tipps für eine reibungslose Compliance
- Klare Verantwortlichkeiten festlegen (z. B. QA- oder Regulatory-Team)
- Verpackungsänderungen mit Auslösern für die Überprüfung der Konformitätserklärung verknüpfen
- Dashboards nutzen, um zu sehen, welche Verpackungen noch fehlende Erklärungen haben
Mit einem digitalisierten Verpackungsmanagementsystem wird die Compliance-Vorbereitung deutlich einfacher: Alle Materialspezifikationen, Lieferantenzertifikate und Konformitätserklärungen sind strukturiert, durchsuchbar und jederzeit sofort verfügbar.
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